Über mich und das Tauchen

Über mich

Ich bin Simon Eigeldinger.
Ich bin in Hohenems, Vorarlberg, Österreich im Jahr 1986 blind geboren.

Meine Blindheit hat mich immer schon zu neuen Herausforderungen geführt, wenn man das so sagen kann.

Somit besuchte ich einen Integrationskindergarten für zwei Jahre Anfang der 90er, dann ein Jahr lang das Sonderpädagogische Zentrum in Hohenems mit Volksschullehrplan, dann ging es weiter für drei Jahre in die Volksschule Hohenems Markt, vier Jahre Hauptschule Hohenems Markt und drei Jahre Handelsschule in Lustenau.

Nach meiner Handelsschulausbildung fing ich in der Stadt Hohenems halbtags im Büro zu arbeiten an. Leider gab es dazumal nur eine Halbtagsstelle für mich. Da ich mit einer Halbtagsstelle nicht ganz zufrieden war, arbeitete ich einige Jahre bei Thijs Niesten in seiner Physiotherapiepraxis in Hohenems am Empfang.

Während der Arbeit holte ich noch meine Matura nach. Somit schloss ich die Berufsreifeprüfung mit dem Schwerpunkt Informatik und Officemanagement ab und machte meinen ECDL (European Computer Driving License).
Dies hat knapp vier Jahre gedauert.

Ein paar Monate später erhielt ich erfreulicherweise eine Ganztagsstelle bei der Stadt und habe dann halbtags die Telefonvermittlung für das Rathaus Hohenems übernommen. In der übrigen Zeit erstellte ich Serienbriefe, Statistiken und Anderes für mehrere Abteilungen.

Seit April 2016 bin ich vom Sekretariat in die IT-Abteilung der Stadt Hohenems gewechselt.
Es gefällt mir sehr gut und ich kann hier auch einen Teil meines Hobbys zum Beruf machen.

Ich möchte mich bei allen Leuten bedanken, die mir bisher in meinem Leben geholfen haben.
Es braucht nämlich viel Hilfe und Unterstützung, um alles zu erreichen, was man möchte.

Danke an

Ich möchte folgenden Leuten besonders danken:

  • Meinen Eltern für die Unterstützung, die ich in all den Jahren bekommen habe und die Möglichkeit, alles ausprobieren zu können. Ich bin froh, dass ich nicht so behütet aufgewachsen bin. 🙂
  • Meinem Bruder, der mich für manche Sachen, wie z.B. die Matura zuerst etwas überzeugen musste. ;-).
    Manchmal braucht es einfach etwas Überzeugung und einen kleinen Stoß.
  • Anna, die mir vom Tauchen erzählt hatte.
  • Gerhard, Bernadette und Anna, die mich immer mitnehmen und wieder nach Hause bringen.
  • Gundi, TomTom und Michael, die an meiner Ausbildung als Taucher maßgeblich beteiligt sind.
  • Meinen Mobilitätstrainern Jette und Edi, sowie meiner blindenLehrerin Irma Mathis, mit deren Hilfe ich in den letzten Jahren um einiges mehr selbstständig geworden bin.
  • Und natürlich allen, denen ich hier im Einzelnen noch nicht gedankt habe.

Vielen Dank.

Warum taucht man als Blinder?

Das haben mich eigentlich mehrere Leute gefragt.

Gut, tauchen hat mich eigentlich auch schon früher interessiert.
Als Kinder haben wir einfach die Luft angehalten und sind im seichten Wasser des „Alten Rheins“ getaucht. Aber hier kam man halt nicht gerade weit und musste schon nach ein paar Sekunden wieder auftauchen und wieder Luft holen.

Es ist ein ganz anderes Gefühl, als wenn man am Land etwas machen würde. Man ist schwerelos und es ist relativ ruhig unter Wasser.

Aber nun zurück zu den Fragen.

Es ist unter anderem etwas, was nicht jeder Blinde macht. Schießen, Torball, Schi fahren und Langlaufen oder Laufen tun doch heute einige.
Tauchen scheint noch etwas eine Randsportart zu sein. Wobei alles was wir Blinden machen eine Randsportart ist.

Neben dem Tauchsport spiele ich schon seit 2001 Torball beim VBSC Vorarlberg.

In diesen Abschnitt der Website könnte man auch gleich noch aufschreiben, warum und wie ich zum Tauchen gekommen bin.

Das war eigentlich ganz zufällig. Wie so manches im Behindertensport und womöglich auch in anderen Bereichen.

Gegenüber meinem Büro hat eine neue Mitarbeiterin, Anna, angefangen.
Nach einem Gespräch nach dem Motto „Und was machst du so?“, hat sich herausgestellt, dass sie taucht und wir dann auf das Thema Behindertentauchen gekommen sind.

Somit hatte ich dann am 9. März 2015 meinen ersten Schnuppertauchgang.

Wie es mir dort ergangen ist und wie es weiterging, könnt ihr in meinen Blog nachlesen. Siehe den Menüeintrag „Blog“.

Meine Erfahrungen als blinder Taucher

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