Das erste Mal Abtauchen

Achtung: Dieser Blogbeitrag wurde im Nachhinein geschrieben.

Am 09.03.2015 hatte ich meine ersten Erfahrungen beim Tauchen.

Um ca. 19:30 Uhr fuhren Anna und ich nach Lindau ins Limare, um dann dort die Anderen zu treffen.
Meine Ausrüstung war schon da und Gundi, meine Tauchlehrerin ebenfalls. Tauchlehrer werden hier hauptsächlich Instructor genannt.

Zuerst ging es ans Zusammenbauen.
Es ist nicht kompliziert, aber man muss aufpassen, was man tut und wie man es tut.

Zuerst nimmt man die Pressluftflasche und das Jacket. Das Jacket, auch Tarierweste genannt, hilft bei der Ausrichtung im Wasser und enthält eine Luftblase, die man mit dem Inflator, einem Ventil auf- oder abblasen kann.
Der Inflator ist an der ersten Stufe der Flasche angeschlossen. Die erste Stufe ist ein Druckminderer der den Flaschendruck von ca. 200 Bar auf ca. 10 Bar herunterregelt.
Aber noch etwas zurück zum Jacket.
Am Jacket sind noch andere Dinge, wie z.B. ein Tauchermesser befestigt. Dies wird gebraucht, wenn man sich in einer misslichen Lage befindet, wie z.B. in einem Netz festhängt oder anderes.
Sonst haben wir noch eine Pfeife, ein Schnellablassventil, einige Metallringe zum Gegenstände und Schläuche einhängen und verschiedene andere Anhängemöglichkeiten.

Man nimmt also das Jacket und hängt Selbiges an die Flasche. Danach wird der Flaschengurt festgezogen. Das muss wirklich gut angezogen werden, sonst kann es passieren, das einem die Flasche abhaut.
Dazu hängt man den „Aufhänger“ des Jackets noch über die Flasche, um sie zusätzlich zu fixieren.
D.h. wenn der Flaschengurt mal aufgeht, kann die Flasche nicht ganz abhauen, sondern hängt dann noch am Fanggurt.

So. Nun haben wir mal schon die Flasche am Jacket.
Jetzt muss man noch die erste Stufe an der Flasche anschließen.
Dazu muss man noch die Kappe von selbiger abschrauben. Wichtig ist auch, immer die Kappe wieder draufzuschrauben, da sonst Dreck und anderes in die 1. Stufe gelangt, was nicht gerade gut ist.
Dann schraubt man die ganze Ware auf die Flasche und schaut, dass das leicht geht und sich nichts verkantet. Nicht zu fest anziehen.
Nach dem ersten Tauchgang bekam ich die Flasche fast nicht mehr vom Druckminderer. 🙂

Danach die Flasche ganz aufdrehen. Zuerst etwas vorsichtig, um zu prüfen, ob wirklich alles dicht ist.
Kurzer Check, ob der Inflator, die Luftdusche am Lungenautomaten und die Ablassventile funktionieren.
Gut, Luft haben wir mal schon.

Noch schnell was zur zweiten Stufe.
Die zweite Stufe, oder auch Atemregler oder Lungenautomat genannt ist die Stufe, in dem der Druck von ca. 10 Bar auf Umgebungsdruck heruntergeregelt wird.
Der Lungenautomat hat ein Mundstück, mit dem wir atmen und noch einen großen Knopf, auf den man drücken kann, um die Luftdusche zu aktivieren. Damit kann man den Lungenautomaten von Wasser befreien oder auch verschiedene andere Dinge erledigen.

Jetzt noch den Taucheranzug anziehen.
Das erste Mal hatte ich einen etwas zu kleinen Anzug erhalten.
Der Reißverschluss hinten ging immer von selber auf, wenn ich mich bückte oder ich meine Schultern bewegte.

Noch Blei ins Jacket geben. Beim ersten Mal hatte ich links und rechts jeweils 4 Kilo Blei.

Alles klar. Jetzt alles ins Wasser tragen. Die Flasche hat, wenn ich mich richtig erinnere ungefähr 14 kg plus 8 kg Blei. Macht zusammen 22 kg Ausrüstung.

Die Flossen kann man im Wasser am besten anziehen.
Dies sind ganz normale Schwimmbadflossen.

Das Jacket wird dann ins Wasser gehieft und aufgeblasen, damit es nicht untergeht.
Danach lässt es sich gut anlegen, indem man sich auf das Jacket legt bzw. kann man auch etwas in die Knie gehen und es so auf den Rücken ziehen.
Danach muss man aufstehen und alles gut anziehen, damit hier nichts von selber abhaut.
Noch ein Check, ob alles funktioniert, alles am richtigen Platz ist und noch alles einhängen, was halt noch so rumhängt. Wie z.B. der Oktopus (eine zweite zweite Stufe), Tauchcomputer, Finimeter (Flaschendruckmesser), etc.

Jetzt kommt noch der Buddy Check.
D.h. mein Buddy, also derzeit mein Tauchlehrer oder Instructor muss bei mir schauen, ob alles funktioniert und alles gut verstaut ist, bzw. ich kann das auch selber prüfen, aber der Buddy schaut zu.
Das wird auch von mir beim Buddy wiederholt.
So ist man sich sicher, dass alles da ist und keine Fehler gemacht wurden.

Jetzt konnten wir abtauchen.
Maske auf und runter mit dem Kopf.
Das erste Mal durch einen Atemregler zu atmen war schon etwas seltsam.
Die Luft ist um einiges trockener, da ihr die Feuchtigkeit entzogen wird, wenn sie in die Flasche gefüllt wird.
Auch dass man tatsächlich unter Wasser gut atmen konnte, hat mein Gehirn erst ein paar Millisekunden später herausgefunden. 🙂
Hatte kurzfristig die Luft angehalten.

Ich probierte also den Inflator aus, wir tauchten durch den Pool etc.
Es war ein ganz neuartiges Erlebnis.
Da konnte man doch tatsächlich durchs Wasser gleiten und man erstickt nicht unter Wasser.

Zu schnell war es dann schon wieder vorbei, da wir alles wieder zusammenräumen mussten.

Danach gingen wir ins Clubheim in Hörbranz und bei einem Getränk und Brezel ließen wir noch den Abend gemütlich ausklingen.

Es war ein toller Abend.
Danke an alle Beteiligten.

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